Polizei-LM PPS 2019
Aktuelles - Schießen

 

 

Pistole-Glock19Landesmeisterschaft im praktischen Pistolenschießen mit neuer Rekordbeteiligung
Bereits zum 6. Mal wurde die Landesmeisterschaft im praktischen Pistolenschießen auf der Polizei-Schießstätte in Süßenbrunn vom 7. bis 9. Mai 2019 ausgetragen.
Heuer wurde wieder die gesamte Schießstätte ausgenutzt und 7 völlig unterschiedliche Stages (Übungen) mit einer Mindestschussanzahl von 125 Schuss aufgebaut.
An den zweieinhalb Wettkampftagen fanden 212 Schützen den Weg nach Süßenbrunn. Je eine Polizeimannschaft aus Vorarlberg, Oberösterreich, Wien, Burgenland sowie einige niederösterreichische Mannschaften ebenso wie 2 internationale Mannschaften (tschechische Polizei und Bayern) waren ebenso vertreten wie Gäste aus mehreren Justizanstalten. Ca. 40 geladene Gäste komplettierten das Rekordteilnehmerfeld.
Bei Übung 1 auf dem 100 Meter Stand wurde durch die Mitnahme von 2 Gewichten die sichere Verwahrung im Holster überprüft. Außerdem konnte der Schütze verschiedene Positionen und Distanzen zu den jeweiligen Zielen wählen wobei bei jedem Positionswechsel die Gewichte mitgenommen werden mussten.
Wie schon im vergangenen Jahr wurde auch die Wiese zwischen den verschieden Ständen miteinbezogen. Hier war die zweite Übung aufgebaut, hieß „Stufen+“ und erforderte mind. 15 Schuss.
Stage 3 war eine IPSC-Schießübung mit vielen weißen Scheiben (die nicht getroffen werden dürfen) aber doch mind. 24 Schuss erforderte. Wie beim IPSC Schießen üblich, gab es bei dieser Übung einige verschiedene Lösungsansätze.
Diesmal fix eingeplant war der „Stahl-Präsidenten“ als 4. Übung zu schießen. Fünf Stahlziele möglichst rasch treffen – Magazinwechsel – nochmals die 5 Platten. Fertig!

Die fünfte Übung war mit angelegter Schutzweste zu absolvieren. Dabei wurde den Kollegen die Verwendung der Geschossschutzweste, welche in jedem Streifenwagen mitgeführt wird, vorgeschrieben. Die neuen Erfahrungen mit angezogener Schutzweste selbst verwinkelte Schießpositionen zu lösen waren bei den Teilnehmern überwiegend positiv.
Stage Nr. 6 hieß „Einhand“ und gab zwei Positionen vor, von welcher jeweils nur mit einer Hand zu schießen war. Die letzten Ziele mussten durch große Röhren beschossen werden.
Nachdem das Beste immer zum Schluss kommt: Übung Nr. 7 auf dem 200 Meter Stand! Jeder Schütze bekam ein neues StG77 A3, mit dem eine „Tirax“ Scheibe auf anfänglich 170 Meter Entfernung beschossen werden musste. Aus der gleichen Position waren auch eine Fallplatte und eine reale Papierscheibe mit mind. 2 Schuss zu beschießen. Dann der Wechsel zur nächsten Schießposition, in welcher wieder einmal das „Tirax“ Ziel mit dem StG77 und die mind. 3 Schuss mit der Glock zu schießen waren. Danach Wechsel zur nächsten Schießposition, StG77 ………
Bei jedem Wechsel musste der Schütze quer über die Schießbahn zur linken Mauer laufen bevor er die nächste Schießposition einnehmen konnte. Bis zur letzten (6.) Schießposition hatte der Schütze ca. 250 Meter zurückgelegt und musste mit der Maximalzeit von 2 Minuten auskommen. Hier kam es vor allem auf konzentrierten Waffenwechsel unter Zeitdruck an. Bei jeder Schießposition konnten maximal jeweils 20 Punkte gesammelt werden. Am Ende der Übung verlangten dann einige Teilnehmer nach einem Sauerstoffzelt!
Am Mittwochvormittag war eine Klasse aus dem Bildungszentrum NÖ unter der Führung von RI Schachinger und am Nachmittag eine Klasse aus dem Bildungszentrum St. Pölten unter der Führung von RI Blacha am Start.
Am Donnerstag kam eine Klasse vom Bildungszentrum Traiskirchen mit CI Brunner zur Landesmeisterschaft. Speziell für die fast fertigen Schüler aus den Bildungszentren war diese Veranstaltung sicher eine tolle Erfahrung!

Die gesamte Trefferdokumentation und Auswertung wurde über Tabletts am Stand direkt in den Auswertecomputer gesendet, sodass fast in Echtzeit die aktuellen Ergebnisse vorlagen.
Bei der Siegerehrung am 9. Mai konnten wir wieder zahlreiche Schützen in freudiger Erwartung auf die Ergebnisbekanntgabe begrüßen.
Zum Abschluss wurden unter allen Startern verschiedene Sachpreise verlost. Den Hauptpreis, eine nagelneue Glock 17 Gen5 von der Fa. Kettner St. Pölten, gewann GrI Robert Horvath von der PI Güssing im Burgenland.
Das Wetter war heuer durchwachsen, dennoch konnten wenige, aber würdige Sieger gekürt werden. Sicher haben alle Teilnehmer für sich selbst wieder etwas gelernt, somit kann diese Veranstaltung als absolut gelungen bezeichnet werden.
Danke an alle Mitarbeiter, freiwillige Helfer, Sponsoren und natürlich auch an die fairen und
kameradschaftlichen Sportler!

 

Fotos und die komplette Ergebnisliste auf der Homepage des PSV St. Pölten unter www.zaps.at

 

Reinhard ARLT,

 

Fachwart PPS

 

 

 

 
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