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Patrouille des Glaciers 2022

pdg 2022Von 27. - 28.04.2022 fand der größte hochalpine Wettkampf in der Sportart Schibergsteigen in der Schweiz statt.

Österreich war mit Polizeisportler- bzw. Alpinisten aus den LPD-Bereichen diverser Bundesländer und aus dem BMI vertreten.

Patrouille des Glaciers 2022

Drei Teams der österreichischen Polizei nahmen an der Patrouille des Glaciers 2022 teil. Die PDG ist der weltweit größte und prestigeträchtigste hochalpine Wettkampf im Schibergsteigen. Ein Team des Leistungskaders Schibergsteigen des BMI, ein Team der Alpinpolizei Österreich sowie ein Team der Polizei Tirol wurden aufgrund einer Einladung des Schweizer Militärs dienstlich entsendet.

Die Patrouille des Glaciers wird von der Schweizer Armee veranstaltet und geht auf die Grenzbesatzung im 2. Weltkrieg zurück. Mit dem hochalpinen Wettkampf sollen die Ausdauer und die Widerstandskraft der Soldaten getestet werden. Die erste Ausgabe der PDG fand im April 1943 statt. Die Durchführung dieser Veranstaltung stellt für die Schweizer Armee eine große internationale Übung dar, bei welcher 1600 Soldaten im Einsatz sind. An der diesjährigen 22. Ausgabe der PDG nahmen insgesamt 1517 militärische und zivile Patrouillen teil. Insgesamt waren Teilnehmer aus 35 Ländern vertreten. Eine Patrouille besteht aus drei Läufern, welche zusammen die Strecke von Zermatt nach Verbier über eine Streckenlänge von 62 km und 4386 Höhenmeter im hochalpinen Gelände bewältigen müssen. Wenn nicht alle drei Teammitglieder zusammen das Ziel in Verbier erreichen, wird die Mannschaft disqualifiziert.

Die österreichischen Polizeibeamten reisten am 22.04.2022 nach Fiesch/Wallis, Schweiz, an. Im dortigen Freizeitzentrum waren alle internationalen Militär- und Polizeimannschaften untergebracht. Am zweiten Abend fand durch den Kommandanten der PDG, Oberst Roger SCHWERY, die offizielle Begrüßung und ein erstes Briefing zum bevorstehenden Wettkampf statt. Die Mannschaften erhielten die nötigen Informationen zur Strecke und den vorherrschenden Schnee– und Wetterverhältnissen. Die folgenden Tage dienten der Akklimatisierung, Wettkampfvorbereitung und dem Erfahrungsaustausch mit anderen alpinen Organisationseinheiten.

Vor dem Wettkampf wurde eine sehr strenge Materialkontrolle seitens des Schweizers Militär durchgeführt. Das Material wurde mit Plomben versiegelt und nach strengen Vorgaben markiert. Von den dortigen Verantwortlichen wurde immer wieder betont, dass die Sicherheit der Teilnehmer oberste Priorität habe. Der vom 26.04. auf 27.04.2022 geplante Wettkampf musste aufgrund der ungünstigen Wetterverhältnisse um 24 Stunden verschoben werden, weshalb der Bewerb bei bestem Wetter vom 27.04. auf 28.04.2022 stattfinden konnte.

Die Patrouille der Alpinpolizei Österreich, besetzt mit BI WAGNER Bernd (LPD NÖ), BI David Pöchacker (LPD OÖ), RI FEUCHTER Harald (LPD Salzburg) sowie die Patrouille der Alpinpolizei Tirol, besetzt mit AI GABL Harald, GI LADNER Ronald und RI MAYR Felix (alle Beamte LPD Tirol) starteten am 27.04.2022 um 23:45 Uhr ins Rennen.

Die Patrouille des BMI Leistungskaders Schibergsteigen, besetzt mit AI RANDL Jörg (LPD Tirol), RI VOITHOFER Marcell und RI WALLNER Thomas (beide Beamte LPD Salzburg) starteten am 28.04.2022 um 01:00 Uhr in den Wettkampf.

Auf der Wettkampfstrecke zwischen Zermatt und Verbier, hatten die Athleten mehrere Anstiege und Abfahrten zu bewältigen. Im Vergleich zu den letzten Jahren herrschten heuer  aufgrund der geringen Schneelage sehr schwierige Streckenverhältnisse, da sehr viele Passagen laufend absolviert werden mussten. Der erste Anstieg mit mehr als 2000 Hm am Stück führte die Patrouillen von Zermatt (1600 m) auf die Tete Blanche auf 3650 m, auf der bei einer sternenklaren Nacht Temperaturen um die -20 Grad herrschten. Der letzte Teil dieses langen Anstieges und die darauffolgende Abfahrt bis zum Colde Bertol, mussten aufgrund der Spaltensturzgefahr angeseilt absolviert werden. Nachdem nach einer schwierigen Abfahrt Arolla passiert wurde, musste mit dem nächsten Anstieg der Col de Riedmatten (2918 m) bezwungen werden. Nach einer Abfahrt und einer längeren Skatingpassage stand der letzte längere Anstieg mit über 1100 hm auf die Rosa Blanche (3191 m) an. Die letzten 300 hm dieses Anstieges mussten mit den Skiern am Rucksack zu Fuß hoch gestapft werden. Danach hatten die Athleten noch eine kurze Abfahrt zu bewältigen bevor nur noch ein kurzer letzter Anstieg die Teilnehmer von der letzten langen Abfahrt nach Verbier trennten. Aber auch in der letzten Abfahrt mussten die Ski immer wieder abgeschnallt und getragen werden. Am letzten Kilometer mussten wurden noch einmal alle Kraftreserven gesammelt werden um in Verbier das Ziel laufend zu erreichen.

Das Team des BMI-Leistungskaders konnte bei seinem zweiten Antreten wieder den ausgezeichneten 2. Platz in der Militärischen Wertung erreichen. Er erreichte nach 8 Std und 22 min das Ziel in Verbier. Nur knapp geschlagen durch die Patrouille des Österreichischen Bundesheeres mit den Nationalkader-Athleten HERMANN Jakob, HÖFL Armin und ZUGG Daniel des Österreichischen Schiverbandes (ÖSV).

Das Team der Österreichischen Alpinpolizei konnte nach genau 10 Std Laufzeit den ausgezeichneten 6. Gesamtrang und den 4. Platz in der Militärischen Wertung erreichen. In der Altersklasse 2 bedeutete dies sogar den 3. Rang.

Das Team der Österreichischen Alpinpolizei Tirol hatte ab Hälfte der Strecke einen Ausfall zu verzeichnen. RI MAYR Felix (LPD Tirol) hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und musste das Rennen vorzeitig beenden. Die Mannschaftskollegen AI GABL Harald und GI LADNER Ronald beendeten das Rennen folgend außer Konkurrenz bis ins Ziel.

Die Athleten wurden durch den Mannschaftsführer Andreas RINGHOFER mit Rat und Tat unterstützt und bestmöglich betreut. Die Ersatzläufer BI DORFMEISTER Marc (BMI) und RI WASTL Christian (LPD Salzburg) standen ebenfalls zur Betreuung der Athleten zur Verfügung.

Abschließend darf angeführt werden, dass alle teilnehmenden Polizeibeamten der Österr. Alpinpolizei herausragende Leistungen zeigten und sehr viele Trainingsstunden zur Vorbereitung für die Patrouille des Glaciers 2022 absolvierten.

Im Rahmen der Verabschiedung und Siegerehrung erwähnte der Kommandant der PDG, Oberst Roger SCHWERY, persönlich gegenüber dem Mannschaftsführer und stellv. Delegationsleiter Andreas RINGHOFER, großes Lob und Anerkennung für die Leistungen der Athleten der Österreichischen Polizei und des Österreichischen Bundesheeres.

Oberst SCHWERY würde sich freuen, wenn bei der PDG 2024 die Österreichische Alpinpolizei wieder vertreten wäre.

 

pdg vor d start zermatt aktuell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

pdg 22 zieleinlauf verbier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

pdg 22 bild mit kommandanten schwery 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

pdg 22 nach siegerehrung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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